Abschlussresolution des 11. Bundeskongresses der Medibüros, Medinetze und Medizinischen Flüchtlingshilfen 2018

Zum 11. Bundeskongress der Medibüros, Medinetze und Medizinischen Flüchtlingshilfen vom 25. bis zum 27. Mai 2018 in Kiel wurde die medizinische Versorgung von Schwangeren ohne Papiere als Schwerpunkthema festgelegt und behandelt. Im Zuge der verschiedenen Veranstaltungen hat sich der Bundeskongress mit Vertreter*innen aus Politik und Praxis mit diesem Thema auseinandergesetzt.
Basierend auf dieser intensiven Auseinandersetzung mit dem Zugang zur medizinischen Ver-
sorgung von Schwangeren ohne Papiere wurde folgende Resolution von den versammelten
Medinetzen, Medizinischen Flüchtlingshilfen und Medibüros verfasst.

Die Versammlung stellt fest:

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Prekäre Gesundheitsversorgung von Menschen mit Duldung im Saalekreis – Ein offener Brief an den Kreisrat

Seit Herbst 2017 werden im Saalekreis die Sozialleistungen für Menschen
mit Duldung massiv eingeschränkt, was gravierende Einschränkungen für die medizinische
Versorgung dieser ohnehin schon von besonderer Vulnerabilität betroffenen Gruppe bedeutet.
Konkret berichten uns Betroffene, dass ihre Gesundheitskarten eingezogen wurden, die sie nach
15-monatigem Aufenthalt in Deutschland erhalten hatten. Sie müssen nun im Krankheitsfall
wieder Behandlungsscheine im Asylzentrum beantragen.
Neben den logistischen Schwierigkeiten, die dies für die Patient/-innen selbst, aber auch für die
behandelnden Ärzte bedeutet, hat dies vor allem eine massive Verschlechterung der
medizinischen Versorgung zur Folge: Während mit der Gesundheitskarte ein Leistungsspektrum
analog zur medizinischen Versorgung gesetzlich Krankenversicherter zugänglich ist, bedeutet der
Entzug der Gesundheitskarten, dass Behandlungen für diese Patient/innen wieder nach
Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) abgerechnet werden müssen. Dadurch werden in praxi
viele medizinisch notwendige Behandlungen unmöglich, was die Gesundheit der Betroffenen
willkürlich gefährdet.

Hier könnt ihr den kompletten Brief lesen :

Offener Brief Internetseite

#hasibleibt

Auch wir fühlen uns allen Menschen die in der Hasi aktiv sind, sehr verbunden. Wir durften die Räume der Hasi ganz unkompoliziert benutzen um Workshops und Treffen abzuhalten, und auf Festen wurde für Menschen Geld gesammelt, die wie betreut haben.

Ehrenamtliche und Aktive wie wir brauchen Räume, um aktiv werden zu können! Deshalb haben wir dem Fraktionen im Stadtrat folgenden Brief geschrieben.

Wir danken allen Aktiven der Hasi und möchten alle Menschen in Halle ermuntern sie zu nutzen und sich für ihren Erhalt einzusetzen!

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Tausende Gesundheitshefte bei Hallenbrand vernichtet

Das neue Jahr startet für uns leider nicht so gut!

Seit 2015 beschäftigen wir uns damit, wie wir die Kommunikation zwischen Patient_innen , Ärzt_innen und Unterstützer_innen verbessern und lückenloser gestalten können.Das Ergebnis war das Gesundheitsheft in 9 verschiedenen Sprachen zur Erklärung des deutschen Gesundheitssystems, Anamnesebögen und Behandlungsverläufen. Im zweiten Halbjahr des letzten Jahres konnten wir durch Projektgelder 10 000 Hefte drucken lassen und diese bereits in einigen Landkreisen an z.B. die ZASt in Halberstadt oder an Sozialarbeiter_innen verteilen, damit die Hefte Menschen erreichen, die sie benötigen.

Jedoch ist die Lagerhalle , in der wir die neu gedruckten Hefte untergestellt hatten zwischen Weihnachten und Neujahr abgebrannt und mit ihr ca. 6000 Hefte.

Die Ursache ist noch unklar, die Hefte sind restlos vernichtet und wir stehen jetzt vor der großen Frage :

Wie geht ’s mit dem Projekt weiter?Wie können wir einen weiteren Druck finanzieren?

Wir freuen uns über jede Art der Solidarität und Unterstützung.

Die Inhalte des Gesundheitsheftes können natürlich nach wie vor online abgerufen und verwendet werden.

Wir sind gespannt, was das Jahr 2018 noch alles bereit hält !

Euer Medinetz Halle / Saale

Spendenaufruf für Familie K.

 

Ein Jahr nach unserem ersten Spendenaufruf für die Familie K., damals lebten sie in Deutschland, wenden wir uns wieder an euch und Sie und bitten um Unterstützung! Heute lebt Familie K. nach einem langen Kampf mit den deutschen Behörden wieder in Serbien. Wir wollen sie weiter unterstützen, denn an ihrer schwierigen Lebenssituation dort, die auch ursprünglich zu ihrer Flucht nach Deutschland führte, hat sich wenig geändert.

Konkret benötigt Familie K. Spenden für folgende Anliegen: für die medizinische Versorgung, insbesondere der Mutter der Familie, sowie für die Renovierung des kleinen Hauses, das die Familie mit Hilfe von Spenden kaufen konnte.

Im nachstehenden Text möchten wir die Geschichte der Familie der letzten zwei Jahre nachzeichnen und Einblick in die Zusammenhänge und Wirkungsweisen systematischer Ausgrenzung, Flucht vor Armut und deutscher Asylpolitik geben.

Im Vorfeld aber möchten wir zuerst von Mutter K. ein riesiges Dankeschön an alle SpenderInnen übermitteln, welche der Familie in der Vergangenheit finanziellen Rückhalt in ihrer schwierigen Lage geboten haben!

Spendenkonto

Verein zur Förderung antirassistischer Arbeit in Sachsen-Anhalt
IBAN: DE76 8005 3762 1894 0553 02
BIC: NOLADE21HAL
Betreff: Familie K Oktober 2017
Eine Spendenquittung können wir Ihnen nicht ausstellen.

Familie_K._aus_Serbien_Okt_2017_Spendenaufruf

http://antiranetlsa.blogsport.de/

Kritische Einführungswoche und …. Party!

Ich glaub es geht schon wieder los! Das Medinetz wird 4 Jahre alt und wir feiern unseren Geburtstag gebührend. 4 Jahre in denen wir es nicht geschafft haben uns abzuschaffen, weil es leider immer noch Menschen gibt, denen die Krankenversordgung vorenthalten wird. Aber wir haben einiges geleistet, und deshalb einen Grund zu feiern! Kommt fleissig und bringt alle eure Freunde mit, es gibt mächtig Spektakel.

FREITAG, 6.10.2017 – VL Ludwigstrße 37 – EINLASS 20 Uhr, BEGINN 21 Uhr
Mit am Start sind:
SORRY (Irgendwas mit Pop – Halle)
Papa Dula Band (Reggae – Halle)
FREIFRAU VON GRÜN (DJ*, Hysterie-Kollektiv, Drum’n’Base)
STELLA GALAXY (DJ*, Pop-Ikonen).

Außerdem wollen wir einladen zum Vorstellworkshop „Soziale Determinanten von Gesundheit“ in dem wir mit euch und allen Teilnehmern der Kritischen EInführungswoche an der MLU diskutieren wollen, welche Gesellschaftlichen Faktoren unsere und aller gesundheit bestimmen, und wie wir darauf Einfluss nehmen können.  Donnerstag 5.10.2017  um 17:00Uhr im Studentisch Selbstverwalteten Raum – Adam Kuckhoff Straße 34a (Steintorcampus)

mehr Infos hier:

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Das Medinetz Halle stellt sich vor.

Das Medinetz Halle vermittelt medizinische Hilfe für Menschen, die durch das soziale Netz fallen, wie Menschen ohne Versicherung oder Aufenthaltsstatus. Wir sind eine nichtstaatliche und antirassistische Organisation, die zu diesem Zweck kostenlose und anonyme Beratung anbietet und sich auch politisch für eine medizinische Versorgung für alle engagiert.


Wir wollen euch unsere Arbeit vorstellen und die Möglichkeit geben, mit uns in Kontakt zu treten.
Kommt Dienstag den 18.04. ab 18:30 Uhr in den studentischen Aufenthaltsraum in der Adam-Kuckhoffstr. 34a (Steintor-Campus).


Wenn ihr nicht kommen könnt, aber interessiert seid, erfahrt ihr mehr auf www.medinetz-halle.de, auf unserer Facebook-Seite oder schreibt uns unter mail@medinetz-halle.de.
Wir freuen uns auf euch.

Gesundheitsheft für Asylbewerber – die zweite Auflage!

Als im Jahr 2015 die Zahlen der neu ankommenden Menschen zunahm war auch im Gesundheitssystem viel Unsicherheit über den gegenseitigen Kontakt und Umgang vorhanden. Einige Reibungspunkte, die die angemessene medizinische Versorgung dieser Menschen behinderten, haben wir identifiziert und damit hat eine Projektgruppe im Medinetz Halle/Saale ein Werkzeug entwickelt, das es Asylsuchenden und ÄrztInnen einfacher machen soll gemeinsam zu einem guten Kontakt zu gelangen:

Das „Gesundheitsheft für Asylbewerber“

Das Gesundheitsheft ist ein Ordner, der medizinsche Befunde und Informationen über die vielen Ortswechsel und Arztkontakte, die ein Asylsuchender in der ersten Zeit hier in Deutschland sammeln und sichern soll. So soll Mehrfachdiagnostik und Behandlung vorgebeugt werden.

Das Gesundheitsheft bietet Asylsuchenden in ihrer jeweiligen Muttersprache und Ärzten auf deutsch Informationen, die die Besonderheiten des deutschen Gesundheitsystems für die jeweilige Gruppe erläutert. Ärzte erhalten Informationen und Links über ihre besondere Schlüsselstellung zur Sicherung der medizinischen Versorgung ihrer asylsuchenden Patienten. Diese werden über die grundlegende Art der Organisierung medizinischer Versorung in Deutschland und über ihre Rechte und Pflichten darin aufgeklärt.

Das Gesundheitsheft bietet mehrsprachige Werkzeuge, die einen grundlegende Kommunikation über medizinische Aspekte über Sprachbarrieren hinweg möglich macht. Ein Anamnesebogen zur Dokumentation der Patientengeschichte, und mehrere Amamnesebögen zur Dokumentation aktueller Beschwerden. Vorlagen zur Dokumentation von Befunden und Therapien und die Möglchkeit zur Notierung von Arztterminen sind außerdem Teil des Hefts.

Neue Auflage!

Im Jahr 2016 konnten wir mit Mitteln der Studienstiftung des deutschen Volkes das Heft einmal komplett überarbeiten und weitere Sprachen zur Verfügung stellen. Alle Übersetzungen wurde von unabhängigen professionellen Dolmetschern hin- und rückübersetzt, und im Anschluss mögliche Differenzen mit Muttersprachlern diskutiert, um eine möglichst große Sicherheit in der Sinnübetragung zu gewährleisten, und eine gute Verständlichkeit in der Zielsprache zu sichern. Dieser hohe Qualitätsstandard zeichnet die Verlässlichkeit des Gesundheitshefts aus.

Der Inhalt des Hefts steht unter einer freien Lizenz unter medinetz-halle.de/gesundheitsheft/ allen Interessierten Anwendern zur Verfügung. Es wurde für Sachsen-Anhalt konzipiert, kann aber ausdrücklich für andere Bundesländer angepasst werden. Wir bieten unsere Erfahrung in der Erstellung und Übersetzung gerne allen möglichen Kooperationspartnern an. Bitte kontaktieren Sie uns, falls sie Interesse an der Weiterentwicklung und -verbreitung des Hefts haben.

Wir suchen weiterhin Partner zur Realisierung der Verteilung in Sachsen-Anhalt! Um möglichst jedem Asylbewerber in Sachsen-Anhalt ein Heft zur Verfügung zu stellen, suchen wir Kooperationspartner, die uns bei Druck und Verteilung unterstützen können.

#keinsicheresLand – Protestaktionen in Sachsen-Anhalt gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Das Medinetz Halle/Saale e.V. unterstützt folgende Aktion des Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V.:

Magdeburg, Stendal und Salzwedel beteiligen sich am bundesweiten Protesttag am Samstag, 11.2.2017

Am 14.12.2016 und 23.01.2016 hat Deutschland mit den Sammelabschiebungen nach Afghanistan begonnen. Obwohl sich die Sicherheitslage und menschenrechtliche Situation in den letzten Monaten weiter verschärft hat, plant die Regierung, weitere Menschen in das Kriegsgebiet abzuschieben.

Laut einem Bericht der Vereinten Nationen ist die Zahl der zivilen Opfer im vergangenen Jahr um drei Prozent gestiegen. Knapp 3.500 Totesopfer und 7.920 Verletzte im Jahr 2016 sprechen eine deutliche Sprache.

Deshalb hat sich ein breites bundesweites Bündnis aus Aktivist_innen, Flüchtlingsinitiativen, Organisationen und Verbänden zusammengeschlossen, um laut zu sagen: ABSCHIEBESTOPP NACH AFGHANISTAN – JETZT! In Sachsen-Anhalt protestieren afghanische Geflüchtete, Initiativen und Unterstützer_innen mit Aktionen in Magdeburg, Stendal und Salzwedel. Der Flüchtlingsrat unterstützt die Proteste und ruft dazu auf, ein Zeichen der Solidarität gegen Abschiebungen nach Afghanistan zu setzen.

„Wir fordern die Landesregierung auf, den Beispielen anderer Bundesländer zu folgen, d.h. auf Abschiebungen zu verzichten, sich für einen bundesweiten Abschiebestopp einzusetzen und Schutzsuchenden aus Afghanistan ein dauerhaftes Bleiberecht zu gewähren.“, fasst Stefanie Mürbe, Sprecherin des Flüchtlingsrates die zentralen Forderungen zusammen.

Sechs Bundesländer sehen aufgrund der Sicherheitslage aktuell von Abschiebungen nach Afghanistan ab. Schleswig-Holstein will einen Abschiebestopp erlassen. Bremen gewährt geduldeten Afghan_innen ein Bleiberecht.


Aktionen in Sachsen-Anhalt zum bundesweiten Aktionstag gegen Abschiebungen nach Afghanistan am Samstag, den 11.2.17:

Magdeburg:

Demonstration durch die Innenstadt
Beginn: 14 Uhr, Domplatz (vor dem Landtag)
A
ufruf auf Deutsch, Englisch und Farsi (Facebook)
Flyer11Feb_FarsiDeutschEnglisch

Stendal:

Drachenfest: In Afghanistan ist das Drachenbauen und -Steigenlassen eine Tradition und es gab dort im Winter in vielen Orten „Drachenwettbewerbe“. Aus diesem Grund werden gemeinsam Drachen gebastelt und anschließend auf dem Gelände hinter der FH steigen gelassen.

Die Aktion wird im JFZ stattfinden. Beginn der Veranstaltung ist um 11.00 Uhr.
Ab 14.00 Uhr gehts gemeinsam weiter zur FH, um die Drachen dort steigen zu lassen. Bei schlechtem Wetter können Spielgeräte der FH genutzt werden und auch die FETBAR an der FH.

Salzwedel:

Am Samstag wird in der Stadt Salzwedel auf Transparenten an verschiedenen Orten (u.a. Bahnhof, Altpervertstraße, Wasserturm, Kulturnische) und in Schaufenstern auf Plakaten zur Solidarität aufgerufen.
weitere Informationen zum Thema:
Bundesweite Online-Petition „keine Abschiebungen nach Afghanistan“

Erkenntnisquellen zur Sicherheits- und Gefährdungslage in Afghanistan – Zusammenstellung vom Flüchtlingsrat Niedersachsen

Audiokommentar: Zivile Opfer in Afghanistan (tagesschau.de)

Hinweise für afghanische Flüchtlinge und ihre Berater*innen von PRO ASYL

Infoblatt – was tun, wenn die Abschiebung kommt? vom Netzwerk „Afghanistan – nicht sicher“ in Mecklenburg Vorpommern

Infoblatt – Fakten zu Abschiebungen vom Netzwerk „Afghanistan – nicht sicher“ in Mecklenburg Vorpommern

Pressekontakt: Stefanie Mürbe, Tel.: 0391 50549613

Diese Menschen brauchen eure Unterstützung!

Liebe Menschen!

Als Medinetz Halle/Saale unterstützen wir regelmäßig Menschen, die hier in Deutschland nicht krankenversichert sind und deshalb keine medizinische Versorgung erhalten können. Wir vermitteln nach Bedarf anonyme medizinische Hilfe, und helfen Menschen denen aus verschiedenen Gründen ihr Recht auf medizinische Versorgung verwehrt wird.

In diesem Dezember haben sich Menschen an uns gewandt, die in besonderem Maß Eure finanzielle Unterstützung benötigen.

Malaika möchte Ende diesen Jahres ihr Kind zur Welt bringen, ohne damit ihr Studium zu gefährden. Und Familie K. steckt rechtlich und praktisch in einer kaum vorstellbar schwierigen Situation.

Wir wollen diese Menschen unterstützen. Sie sollen die Versorgung erhalten, die sie brauchen. Deswegen wenden wir uns an Euch. Wir brauchen Eure Spenden! Bitte lest Euch die angehängten Aufruf durch, leitet sie weiter, und überlegt ob Ihr uns finanziell unterstützen könnt! Spendet entweder mit oder ohne Betreff an unser Konto:

Medinetz Halle/Saale e.V.
IBAN: DE 65 8005 3762 1894 042405
BIC: NOLADE21HAL

Wenn ihr eine Spendenquittung benötigt, dann schickt uns bitte eine kurze Nachricht mit eurer Adresse. Vielen Dank für eure Unterstützung!

Viele Grüße,

das Medinetz Halle/Saale e.V.