Spendenaufruf für Familie K.

 

Ein Jahr nach unserem ersten Spendenaufruf für die Familie K., damals lebten sie in Deutschland, wenden wir uns wieder an euch und Sie und bitten um Unterstützung! Heute lebt Familie K. nach einem langen Kampf mit den deutschen Behörden wieder in Serbien. Wir wollen sie weiter unterstützen, denn an ihrer schwierigen Lebenssituation dort, die auch ursprünglich zu ihrer Flucht nach Deutschland führte, hat sich wenig geändert.

Konkret benötigt Familie K. Spenden für folgende Anliegen: für die medizinische Versorgung, insbesondere der Mutter der Familie, sowie für die Renovierung des kleinen Hauses, das die Familie mit Hilfe von Spenden kaufen konnte.

Im nachstehenden Text möchten wir die Geschichte der Familie der letzten zwei Jahre nachzeichnen und Einblick in die Zusammenhänge und Wirkungsweisen systematischer Ausgrenzung, Flucht vor Armut und deutscher Asylpolitik geben.

Im Vorfeld aber möchten wir zuerst von Mutter K. ein riesiges Dankeschön an alle SpenderInnen übermitteln, welche der Familie in der Vergangenheit finanziellen Rückhalt in ihrer schwierigen Lage geboten haben!

Spendenkonto

Verein zur Förderung antirassistischer Arbeit in Sachsen-Anhalt
IBAN: DE76 8005 3762 1894 0553 02
BIC: NOLADE21HAL
Betreff: Familie K Oktober 2017
Eine Spendenquittung können wir Ihnen nicht ausstellen.

Familie_K._aus_Serbien_Okt_2017_Spendenaufruf

http://antiranetlsa.blogsport.de/

Kritische Einführungswoche und …. Party!

Ich glaub es geht schon wieder los! Das Medinetz wird 4 Jahre alt und wir feiern unseren Geburtstag gebührend. 4 Jahre in denen wir es nicht geschafft haben uns abzuschaffen, weil es leider immer noch Menschen gibt, denen die Krankenversordgung vorenthalten wird. Aber wir haben einiges geleistet, und deshalb einen Grund zu feiern! Kommt fleissig und bringt alle eure Freunde mit, es gibt mächtig Spektakel.

FREITAG, 6.10.2017 – VL Ludwigstrße 37 – EINLASS 20 Uhr, BEGINN 21 Uhr
Mit am Start sind:
SORRY (Irgendwas mit Pop – Halle)
Papa Dula Band (Reggae – Halle)
FREIFRAU VON GRÜN (DJ*, Hysterie-Kollektiv, Drum’n’Base)
STELLA GALAXY (DJ*, Pop-Ikonen).

Außerdem wollen wir einladen zum Vorstellworkshop „Soziale Determinanten von Gesundheit“ in dem wir mit euch und allen Teilnehmern der Kritischen EInführungswoche an der MLU diskutieren wollen, welche Gesellschaftlichen Faktoren unsere und aller gesundheit bestimmen, und wie wir darauf Einfluss nehmen können.  Donnerstag 5.10.2017  um 17:00Uhr im Studentisch Selbstverwalteten Raum – Adam Kuckhoff Straße 34a (Steintorcampus)

mehr Infos hier:

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Das Medinetz Halle stellt sich vor.

Das Medinetz Halle vermittelt medizinische Hilfe für Menschen, die durch das soziale Netz fallen, wie Menschen ohne Versicherung oder Aufenthaltsstatus. Wir sind eine nichtstaatliche und antirassistische Organisation, die zu diesem Zweck kostenlose und anonyme Beratung anbietet und sich auch politisch für eine medizinische Versorgung für alle engagiert.


Wir wollen euch unsere Arbeit vorstellen und die Möglichkeit geben, mit uns in Kontakt zu treten.
Kommt Dienstag den 18.04. ab 18:30 Uhr in den studentischen Aufenthaltsraum in der Adam-Kuckhoffstr. 34a (Steintor-Campus).


Wenn ihr nicht kommen könnt, aber interessiert seid, erfahrt ihr mehr auf www.medinetz-halle.de, auf unserer Facebook-Seite oder schreibt uns unter mail@medinetz-halle.de.
Wir freuen uns auf euch.

Gesundheitsheft für Asylbewerber – die zweite Auflage!

Als im Jahr 2015 die Zahlen der neu ankommenden Menschen zunahm war auch im Gesundheitssystem viel Unsicherheit über den gegenseitigen Kontakt und Umgang vorhanden. Einige Reibungspunkte, die die angemessene medizinische Versorgung dieser Menschen behinderten, haben wir identifiziert und damit hat eine Projektgruppe im Medinetz Halle/Saale ein Werkzeug entwickelt, das es Asylsuchenden und ÄrztInnen einfacher machen soll gemeinsam zu einem guten Kontakt zu gelangen:

Das „Gesundheitsheft für Asylbewerber“

Das Gesundheitsheft ist ein Ordner, der medizinsche Befunde und Informationen über die vielen Ortswechsel und Arztkontakte, die ein Asylsuchender in der ersten Zeit hier in Deutschland sammeln und sichern soll. So soll Mehrfachdiagnostik und Behandlung vorgebeugt werden.

Das Gesundheitsheft bietet Asylsuchenden in ihrer jeweiligen Muttersprache und Ärzten auf deutsch Informationen, die die Besonderheiten des deutschen Gesundheitsystems für die jeweilige Gruppe erläutert. Ärzte erhalten Informationen und Links über ihre besondere Schlüsselstellung zur Sicherung der medizinischen Versorgung ihrer asylsuchenden Patienten. Diese werden über die grundlegende Art der Organisierung medizinischer Versorung in Deutschland und über ihre Rechte und Pflichten darin aufgeklärt.

Das Gesundheitsheft bietet mehrsprachige Werkzeuge, die einen grundlegende Kommunikation über medizinische Aspekte über Sprachbarrieren hinweg möglich macht. Ein Anamnesebogen zur Dokumentation der Patientengeschichte, und mehrere Amamnesebögen zur Dokumentation aktueller Beschwerden. Vorlagen zur Dokumentation von Befunden und Therapien und die Möglchkeit zur Notierung von Arztterminen sind außerdem Teil des Hefts.

Neue Auflage!

Im Jahr 2016 konnten wir mit Mitteln der Studienstiftung des deutschen Volkes das Heft einmal komplett überarbeiten und weitere Sprachen zur Verfügung stellen. Alle Übersetzungen wurde von unabhängigen professionellen Dolmetschern hin- und rückübersetzt, und im Anschluss mögliche Differenzen mit Muttersprachlern diskutiert, um eine möglichst große Sicherheit in der Sinnübetragung zu gewährleisten, und eine gute Verständlichkeit in der Zielsprache zu sichern. Dieser hohe Qualitätsstandard zeichnet die Verlässlichkeit des Gesundheitshefts aus.

Der Inhalt des Hefts steht unter einer freien Lizenz unter medinetz-halle.de/gesundheitsheft/ allen Interessierten Anwendern zur Verfügung. Es wurde für Sachsen-Anhalt konzipiert, kann aber ausdrücklich für andere Bundesländer angepasst werden. Wir bieten unsere Erfahrung in der Erstellung und Übersetzung gerne allen möglichen Kooperationspartnern an. Bitte kontaktieren Sie uns, falls sie Interesse an der Weiterentwicklung und -verbreitung des Hefts haben.

Wir suchen weiterhin Partner zur Realisierung der Verteilung in Sachsen-Anhalt! Um möglichst jedem Asylbewerber in Sachsen-Anhalt ein Heft zur Verfügung zu stellen, suchen wir Kooperationspartner, die uns bei Druck und Verteilung unterstützen können.

#keinsicheresLand – Protestaktionen in Sachsen-Anhalt gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Das Medinetz Halle/Saale e.V. unterstützt folgende Aktion des Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V.:

Magdeburg, Stendal und Salzwedel beteiligen sich am bundesweiten Protesttag am Samstag, 11.2.2017

Am 14.12.2016 und 23.01.2016 hat Deutschland mit den Sammelabschiebungen nach Afghanistan begonnen. Obwohl sich die Sicherheitslage und menschenrechtliche Situation in den letzten Monaten weiter verschärft hat, plant die Regierung, weitere Menschen in das Kriegsgebiet abzuschieben.

Laut einem Bericht der Vereinten Nationen ist die Zahl der zivilen Opfer im vergangenen Jahr um drei Prozent gestiegen. Knapp 3.500 Totesopfer und 7.920 Verletzte im Jahr 2016 sprechen eine deutliche Sprache.

Deshalb hat sich ein breites bundesweites Bündnis aus Aktivist_innen, Flüchtlingsinitiativen, Organisationen und Verbänden zusammengeschlossen, um laut zu sagen: ABSCHIEBESTOPP NACH AFGHANISTAN – JETZT! In Sachsen-Anhalt protestieren afghanische Geflüchtete, Initiativen und Unterstützer_innen mit Aktionen in Magdeburg, Stendal und Salzwedel. Der Flüchtlingsrat unterstützt die Proteste und ruft dazu auf, ein Zeichen der Solidarität gegen Abschiebungen nach Afghanistan zu setzen.

„Wir fordern die Landesregierung auf, den Beispielen anderer Bundesländer zu folgen, d.h. auf Abschiebungen zu verzichten, sich für einen bundesweiten Abschiebestopp einzusetzen und Schutzsuchenden aus Afghanistan ein dauerhaftes Bleiberecht zu gewähren.“, fasst Stefanie Mürbe, Sprecherin des Flüchtlingsrates die zentralen Forderungen zusammen.

Sechs Bundesländer sehen aufgrund der Sicherheitslage aktuell von Abschiebungen nach Afghanistan ab. Schleswig-Holstein will einen Abschiebestopp erlassen. Bremen gewährt geduldeten Afghan_innen ein Bleiberecht.


Aktionen in Sachsen-Anhalt zum bundesweiten Aktionstag gegen Abschiebungen nach Afghanistan am Samstag, den 11.2.17:

Magdeburg:

Demonstration durch die Innenstadt
Beginn: 14 Uhr, Domplatz (vor dem Landtag)
A
ufruf auf Deutsch, Englisch und Farsi (Facebook)
Flyer11Feb_FarsiDeutschEnglisch

Stendal:

Drachenfest: In Afghanistan ist das Drachenbauen und -Steigenlassen eine Tradition und es gab dort im Winter in vielen Orten „Drachenwettbewerbe“. Aus diesem Grund werden gemeinsam Drachen gebastelt und anschließend auf dem Gelände hinter der FH steigen gelassen.

Die Aktion wird im JFZ stattfinden. Beginn der Veranstaltung ist um 11.00 Uhr.
Ab 14.00 Uhr gehts gemeinsam weiter zur FH, um die Drachen dort steigen zu lassen. Bei schlechtem Wetter können Spielgeräte der FH genutzt werden und auch die FETBAR an der FH.

Salzwedel:

Am Samstag wird in der Stadt Salzwedel auf Transparenten an verschiedenen Orten (u.a. Bahnhof, Altpervertstraße, Wasserturm, Kulturnische) und in Schaufenstern auf Plakaten zur Solidarität aufgerufen.
weitere Informationen zum Thema:
Bundesweite Online-Petition „keine Abschiebungen nach Afghanistan“

Erkenntnisquellen zur Sicherheits- und Gefährdungslage in Afghanistan – Zusammenstellung vom Flüchtlingsrat Niedersachsen

Audiokommentar: Zivile Opfer in Afghanistan (tagesschau.de)

Hinweise für afghanische Flüchtlinge und ihre Berater*innen von PRO ASYL

Infoblatt – was tun, wenn die Abschiebung kommt? vom Netzwerk „Afghanistan – nicht sicher“ in Mecklenburg Vorpommern

Infoblatt – Fakten zu Abschiebungen vom Netzwerk „Afghanistan – nicht sicher“ in Mecklenburg Vorpommern

Pressekontakt: Stefanie Mürbe, Tel.: 0391 50549613

Diese Menschen brauchen eure Unterstützung!

Liebe Menschen!

Als Medinetz Halle/Saale unterstützen wir regelmäßig Menschen, die hier in Deutschland nicht krankenversichert sind und deshalb keine medizinische Versorgung erhalten können. Wir vermitteln nach Bedarf anonyme medizinische Hilfe, und helfen Menschen denen aus verschiedenen Gründen ihr Recht auf medizinische Versorgung verwehrt wird.

In diesem Dezember haben sich Menschen an uns gewandt, die in besonderem Maß Eure finanzielle Unterstützung benötigen.

Malaika möchte Ende diesen Jahres ihr Kind zur Welt bringen, ohne damit ihr Studium zu gefährden. Und Familie K. steckt rechtlich und praktisch in einer kaum vorstellbar schwierigen Situation.

Wir wollen diese Menschen unterstützen. Sie sollen die Versorgung erhalten, die sie brauchen. Deswegen wenden wir uns an Euch. Wir brauchen Eure Spenden! Bitte lest Euch die angehängten Aufruf durch, leitet sie weiter, und überlegt ob Ihr uns finanziell unterstützen könnt! Spendet entweder mit oder ohne Betreff an unser Konto:

Medinetz Halle/Saale e.V.
IBAN: DE 65 8005 3762 1894 042405
BIC: NOLADE21HAL

Wenn ihr eine Spendenquittung benötigt, dann schickt uns bitte eine kurze Nachricht mit eurer Adresse. Vielen Dank für eure Unterstützung!

Viele Grüße,

das Medinetz Halle/Saale e.V.

Rückblick zur Aktionswoche „Es ist uns keine Ehre“

Wir haben uns erholt, nach einer für uns anstrengenden, aber sehr inspirierenden Woche. Wir wollen kein Fazit ziehen, denn die Diskussion wird weitergehen, und wer Ergebnisse sucht, der soll sich in die gesellschaftlichen Entwicklungen einmischen. Dafür haben wir hier nochmal einmal gesammelt die Radiobeiträge der Woche für euch zusammen gesammelt, wenn ihr die Woche noch einmal nachvollziehen möchtet.

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Aufruf zum Medinetz-Aktionstag „Es ist uns keine Ehre!“

Liebe hallesche Ehrenamtliche, Engagierte, Freiwillige, Initiativen, Vereine und Gruppen!

Kennt ihr das, ihr macht Woche für Woche eure Arbeit, müht euch und plant, organisiert und helft, leistet Unterstützungsarbeit und begleitet, kurz: Ihr steckt richtig viel Kraft in euer Engagement um die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen, und irgendwie scheint es, dass sie trotz der vielen wertvollen Arbeit unbeeindruckt vor die Hunde geht?

Uns, als Aktive des Medinetz Halle/Saale e.V., geht es oft so. Deshalb haben wir viel darüber nachgedacht, was wir mit unserer ehrenamtlichen Arbeit bewirken, und unter welchen Umständen wir sie leisten. Wir sind im letzten Jahr oft gelobt worden, unsere Arbeit wurde ausgezeichnet und gefördert, aber unseren Ziele für die Gesellschaft sind wir nicht näher gekommen, im Gegenteil.

Deshalb haben wir beschlossen, diesen Herbst einen Aktionstag zu veranstalten, mit dem provokanten Titel: „Es ist uns keine Ehre! für ein rebellisches Ehrenamt“. Am 28.10.2016 und in der ganzen Woche davor möchten wir in vielfältigen Veranstaltungen darüber nachdenken, welche Rolle Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement in unserer Gesellschaft spielen, und was wir mit unserer Arbeit bewirken wollen. Wir haben einen Text formuliert, der einige unserer Gedanken zu dem Thema enthält. Ihr findet ihn weiter unten.

Wir hoffen, dass Ihr und viele andere auch etwas zu dem Thema zu sagen haben! Macht mit! Wir wollen euch dazu aufrufen, eure Sicht auf das Ehrenamt und eure Forderungen für die Gesellschaft an diesen Tagen laut werden zu lassen. Diskutiert mit uns! Wenn ihr den Aufruf gelesen habt, und euch an unseren Aktionen oder mit eigenen Veranstaltungen zu dem Thema äußern wollt, dann schreibt uns gerne! Wir wollen gemeinsam mit euch alle Veranstaltungen koordinieren und bewerben.

Wir hoffen von euch zu hören!

Viele Grüße, das Medinetz Halle/Saale e.V.

Alle Infos auch auf: keineEhre.medinetz-halle.de

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Das beste Hotel Europas

Wir unterstützen diesen Spendenaufruf der Initiative City Plaza Hotel Athen:

Kein Pool, keine Minibar, kein Roomservice und trotzdem
DAS BESTE HOTEL EUROPAS

Das City Plaza ist ein Hotel im Herzen von Athen. Es war ein Symbol der griechischen Krise. Jahrelang war es geschlossen, weil der Betreiber keine Löhne mehr zahlte. Heute ist das City Plaza wieder geöffnet und voll belegt. Die neuen Gäste kommen von überall her. Aus Syrien, dem Irak, Pakistan, Iran oder Afghanistan. Die Menschen im Hotel kamen mit nichts und bezahlen nichts. Sie alle sind geflüchtet und viele gehören zu jenen 50.000 Verzweifelten, die derzeit in Griechenland im Nirgendwo und in Elendslagern ausharren, weil das Europa der Zäune sie ausgesperrt hat.

Im City Plaza finden die Geflüchteten einen Ort, der ihnen Privatsphäre ermöglicht – in einer Atmosphäre der Sicherheit und Würde. Das gilt für alle 400 Gäste im Hotel, aber besonders für die 185 Kinder unter ihnen. Das Hotel wurde im April von einer Aktionsgruppe aus Athen besetzt. Gemeinsam managen jetzt die vielen solidarischen Menschen mit den Geflüchteten den Hotelbetrieb. Staatliche Unterstützung gibt es keine. Aber dafür gibt es gutes Essen, saubere Flure, eine Apotheke, einen Friseur, sowie Sprachkurse, eine Bibliothek und Rechtsberatung. Alles wird aus freiwilliger Arbeit getan und mit Spenden finanziert. Und alle Entscheidungen werden gemeinsam von und mit allen getroffen.

„Wir leben zusammen – Solidarity will win“ lautet das Motto im City Plaza. Das Hotel beweist jeden Tag aufs Neue, dass selbst inmitten von Krise und Armut ein solidarisches und herzliches Willkommen, ein menschenwürdiges Leben für alle möglich ist. Deswegen braucht der kollektive Hotelbetrieb unsere Unterstützung: Für 1.000 Mahlzeiten am Tag, Strom und Wasser, Medikamente, frische Wäsche, Schulmaterialien und vieles mehr. Vor allem aber, um ein politisches Beispiel sein und bleiben zu können: Das Hotel City Plaza ist ein Ort der Gleichberechtigung und Solidarität, das gelebte Gegenteil zur Festung Europa und ihrer Grenzen der Schande. Es ist ein Symbol der Hoffnung. Oder ganz einfach: Das City Plaza ist das beste Hotel Europas.

weitere Infos:

http://best-hotel-in-europe.eu/

https://twitter.com/hashtag/BestHotelAthens

 

Gesundheitsheft – ein Werkzeug

Erkrankte Asylsuchende stehen bei ihrer Suche nach medizinischer Versorgung vor Problemen,
die andere Patientengruppen nicht bewältigen müssen. Dadurch stellen sie das deutsche Gesundheitssystem vor spezifische Herausforderungen, die teilweise neu sind und für deren Bewältigung vielfach nicht auf Standardlösungen zurückgegriffen werden kann. Unter diesen Voraussetzungen überrascht es nicht, dass strukturierte Antworten an vielen Stellen noch fehlen. Wir haben in verschiedenen Bereichen Probleme identifiziert. Letztlich betreffen diese Schwierigkeiten alle ein Kernproblem: Die Anbindung an das Gesundheitssystem.

Im August 2015 hat die Studie „Verloren im Räderwerk“ [1] die Navigation von Asylsuchenden im Gesundheitssystem in Halle untersucht. Die Studie identifiziert 4 wichtige Faktoren, die eine adäquate gesundheitliche Versorgung von Asylsuchenden und Geflüchteten behindert.

Diese Faktoren sind:

  • fehlendes Kontextwissen von Ärztinnen und Ärzten
  • mangelnder Wissenstand der Asylsuchenden
  • Sprachhürden
  • Alltagsrassismus

Auf Basis dieser Erkenntnisse haben wir in den letzten Monaten ein Gesundheitsheft entwickelt, dessen Ziel es sein soll, die Asylsuchenden bei Ihrer Navigation durch das deutsche Gesundheitswesen zu begleiten, Asylsuchenden und Ärztinnen und Ärzten über die Modalitäten ihres Kontakts zu informieren, und Sprachhürden abzubauen.

Das Gesundheitsheft ist ein zweisprachiger Hefter, der dem Asylsuchenden möglichst beim ersten Arztkontakt in Deutschland, d.h. im Rahmen der Erstuntersuchung in den Zentralen Aufnahmestellen ausgehändigt werden soll. Er enthält folgende Elemente, die es Ärztin/Arzt und Patient*in erleichtern sollen, miteinander zu einem besseren Gelingen der Gesundheitsversorgung zu gelangen:

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